Diese Webseite nutzt Cookies

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.
Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Unser Schulkonzept

 

Evangelischer Schulverein Berlin-Buch e.V.

Schulkonzept für die zu gründende Evangelische Grundschule Berlin-Buch

(vom 1.11.2012)

1. Einleitung

 

Wir sind eine Elterninitiative im Umfeld der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Buch, die eine Grundschule in der Gesundheitsregion Buch gründen will.

Dazu wurde von sechs Bucher Familien am 9.11.2010 der Evangelische Schulverein Berlin-Buch e.V. gegründet. Wir wollen die Schullandschaft um ein konfessionelles Bildungsangebot für die Nordost-Region des Stadtbezirks Pankow (Ortsteile Buch, Karow, Blankenburg) und die angrenzenden Barnimer Umlandgemeinden bereichern.

 

Die hier vorgelegte Konzeption soll als Grundlage für die Entwicklung des Schulprogramms durch die Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen der zu gründenden Evangelischen Grundschule Buch dienen. Sie wird durch eine Umsetzungskonzeption bzw. das zu erarbeitende Schulprogramm von den handelnden Personen an der Schule selbst ausgestaltet.

2. Leitgedanken

Die Konzeption der neuen Schule folgt diesen drei Leitgedanken:

  1. Die Schule ist ein Haus des Lernens – wir wünschen uns eine Schule, in der unsere Kinder erlernen, die grundlegenden Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen sicher zu beherrschen. Sie machen Erfahrungen mit  verschiedenen Lernmethoden, und haben Gelegenheit, sich darin auszuprobieren. Ihre Neugier auf viele Wissensbereiche wird von der Schule aufgenommen, gepflegt und neu geweckt. Der Bereich der Religion und alles, was damit zusammenhängt, wird von uns als das natürliche Profil einer evangelischen Schule betrachtet, zu dem weitere Profilierungen hinzutreten.
  2. Die Schule ist ein Haus der Gemeinschaft – wir wünschen uns eine Schule, die in Unterricht und Freizeit auf Gemeinschaft Wert legt und diese pflegt, in der unsere Kinder das gemeinsame Leben mit Anderen üben und erleben. Zur Schulgemeinschaft gehören unabhängig von konfessioneller oder kultureller Herkunft, von individueller Begabung, Neigung oder eventueller Beeinträchtigung alle im Haus Lernenden, Lehrenden und Arbeitenden sowie die Eltern mit dazu. Das Miteinander wird von christlichen Werten, der Achtung vor dem Einzelnen (Ich/Individualität), der Aufmerksamkeit für den Nächsten (Du/Sozialverhalten) und der Verantwortung für die Umwelt beider (Wir/Weltverantwortung) geprägt. Die Kinder und Erwachsenen üben sich darin, Konflikte fair auszutragen, Streit zu schlichten und Verschieden-Sein zu tolerieren.
  3. Die Schule ist ein Haus inmitten des Ortes – wir wünschen uns eine Schule, die Partnerschaften zu den in Buch arbeitenden und lebenden Menschen und den ortsansässigen Institutionen sucht, aufbaut und pflegt. Das wird an erster Stelle die Evangelische Kirchengemeinde sein, dazu kommen die Katholische Gemeinde, die Gesundheits- und Wissenschaftseinrichtungen (Helios-Klinikum, Max-Delbrück-Centrum und Campus Buch), die Institutionen für Natur (Waldschule, Forstamt) und Kunst (Künstlerhof, Musikschule, Bibliothek) sowie die anderen Bildungsträger am Ort.

 

3. Schulträger, Standort, Rahmenbedingungen

3.1. Schulträger

Die Schule wird in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz stehen. Als anerkannte und bewährte Trägerin betreibt die Schulstiftung mehr als 30 Schulen in Berlin und Brandenburg. Das Schulgeld wird einkommensabhängig nach Maßgabe des Trägers erhoben. (siehe à www.schulstiftung-ekbo.de/schulgeld.0.html )

Für die Arbeit der Schule sind – unbeschadet der jeweils geltenden staatlichen Gesetze - die Bestimmungen des Kirchengesetzes über die Evangelischen Schulen (Kirchliches Schulgesetz –KSchulG) maßgeblich.

3.2. Standort

Das Haus 27 im Ludwig-Hoffmann-Quartier (einstiges Krankenhausgelände Teil I )  an der Wiltbergstraße 50 ist als Gebäude für Schule und Hort vorgesehen. Hinter dem Gebäude liegt ein großes Außengelände für die Pausen, Sport und Freizeit. Eine neue Sporthalle wird bis 2015 daneben errichtet. Der gesamte Gebäudekomplex besteht aus 100-jährigen denkmalgeschützten  Bauten des Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann. Der Standort ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahn Linie 2 und Buslinien 150, 158, 259, 351, 893 bis Bf. Buch) erreichbar.

3.3. Schulorganisatorische Rahmenbedingungen

Die Schule ist eine offene Ganztagsschule. Unterrichtsbeginn ist um 8.00 Uhr. Ergänzende Betreuung wird nach Bedarf von 6.00 bis 7.30 Uhr sowie von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr angeboten. Im Rahmen der verlässlichen Halbtagsgrundschule (VHG) ist die ergänzende Betreuung in der Zeit von 7:30 bis 13:30 Uhr kostenfrei.

Es wird allen Kindern eine warme Mahlzeit zum Mittag angeboten.

Die Schule soll zweizügig (d.h. 2 Klassen pro Jahrgang) bis zur 6. Klasse führen.

Pro Klasse ist eine Regelgröße von 24 Kindern vorgesehen.

3.4. Inklusion

Wir sind eine inklusive Schule, das heißt, jedes Kind wird mit seinen Besonderheiten, Gaben, Fähigkeiten und Grenzen angenommen und gefördert. Um die Entwicklung zur inklusiven Schule zu steuern, bildet die Schule ein "Indexteam", das mit Hilfe des "Index für Inklusion" die Einführung geeigneter Modelle und Maßnahmen koordiniert und begleitet. Ziel ist dabei u. a., für alle Schülerinnen und Schüler möglichst optimale Bedingungen zum Lernen zu schaffen sowie entsprechende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anzuregen. (Vgl. Boban, Ines/Hinz, Andreas (Hg.): Index für Inklusion. Lernen und Teilhabe in Schulen der Vielfalt entwickeln. Halle (Saale) 2003. àhttp://www.eenet.org.uk/resources/docs/Index%20German.pdf) Bei der Auswahl des Personals wird darauf geachtet, dass pädagogische Kräfte mit der entsprechenden Ausbildung oder mit Zusatzqualifikationen gewonnen werden. Das Schulgebäude wird baulich mit einem Fahrstuhl und rollstuhlgerechten Toiletten ausgestattet.

3.5. Leistungsbewertung

Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden in den ersten drei Jahrgangsstufen von den Lehrerinnen und Lehrern durch verbale Beurteilungen bewertet. Es geht darum, den Schülerinnen und Schülern auf wertschätzende Art eine Rückmeldung über ihren Wissensstand, die Ausprägung ihrer erworbenen Fertigkeiten und ihr Entwicklungspotenzial zu geben. Die schriftlichen Zeugnisse am Schuljahresende enthalten eine Einschätzung des Leistungsstandes und der Lernentwicklung sowie des Arbeits- und Sozialverhaltens jedes Einzelnen. Die Leistungsbewertung in Form von Zensuren und ein dementsprechendes Ziffernzeugnis gibt es frühestens ab Klasse 4. Über die Form der Leistungsbewertung in Klasse 4 entscheiden die schulischen Gremien. Ab Klasse 5 gibt es in jedem Fall die Leistungsbewertung in Form von Zensuren und ein entsprechendes Ziffernzeugnis; hierbei gelten die rechtlichen Bestimmungen des Landes Berlin.

3.6. Qualitätssicherung und Evaluation

Die Schule ergreift alle notwendigen Maßnahmen der Evaluation und Qualitätssicherung entsprechend § 7 KSchulG

3.7. Schulgesundheit

Es werden alle Vorgaben des Berliner Schulgesetzes zur Schulgesundheitspflege umgesetzt.

4. Unterrichtsformen und -inhalte (Profilierungen)

4.1. Der Unterricht

4.1.1. Jahrgangshomogene Lerngruppen (Klassen)

Es werden in der Regel alle Unterrichtsfächer in jahrgangshomogenen Gruppen (Klassen) unterrichtet.

4.1.2. Jahrgangsübergreifender Unterricht

Jahrgangsübergreifender Unterricht findet bei allen Schulprojekten sowie bei besonderen Kooperationsvorhaben mehrerer Klassen bzw. Kollegen statt. Dazu eignen sich insbesondere auf das Kalender- und Kirchenjahr bezogene Projekte, Themeneinheiten des Sachunterrichts, musikalische und künstlerische Projekte sowie sportliche Aktivitäten.

4.1.3. Schulalltag

Die in der Schule gepflegten Rituale stiften Gemeinschaft und strukturieren den Tag. So kann beispielsweise der Unterrichtstag mit einem Morgenkreis bzw. einer Andacht in der Klasse beginnen und die Woche mit einem Rückblick abgeschlossen werden. Höhepunkte des Schullebens werden gottesdienstlich gestaltet. Zur Tischgemeinschaft tragen Gebet, Spruch oder Lied bei.

4.1.4. Offenes Lernen

Im Stundenplan jeder Klasse gibt es vier zusammenhängende Wochenstunden mit der Bezeichnung „Offenes Lernen“. Dies sind keine zusätzlichen Stunden, sondern 4 verschiedene Fächer geben in jedem Jahr eine Wochenstunde dafür ab. (vgl. die Stundentafel in der Anlage) So entsteht ein Bereich für variable Unterrichtsformen und Projekte, der von diesen Fächern epochal genutzt wird. Die Wahl der Unterrichtsinhalte (aus dem Lehrplan) entscheidet sich in Abhängigkeit davon, woran die Klasse gerade arbeitet und orientiert sich an den Profilierungen der Schule.

Das Lernen in dieser Form nimmt reformpädagogische Impulse auf und führt praktisch dazu, dass Schüler/innen für sich oder in Gruppen gleichzeitig an verschiedenen Themen und Aufgabestellungen arbeiten können. Sie haben einen größeren Zeitrahmen als in einer Einzelstunde zur Verfügung, können sich methodisch mehr ausprobieren und dabei eigenen Neigungen folgen.

(Zum offenen Lernen siehe à Enja Riegel, Schule kann gelingen, Frankfurt/M. 2004, S. 26 ff.)

4.1.5. Unterrichtsmethoden

Der Unterricht wird formal und methodisch abwechslungsreich gestaltet.

Die schülerorientierten Methoden aus der Reformpädagogik wie z.B. Freiarbeit, Wochenplan und Lernen an Stationen wechseln sich mit bewährten Formen des stärker vom Lehrer gelenkten Unterrichtes ab (Einführungen, Erklärungen an der Tafel, Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag u.a.). Sie werden von den Lehrkräften als Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten mit Blick auf das Unterrichtsthema und auf die spezifische Situation ihrer Klasse ausgewählt. Dabei gibt es ein möglichst hohes Maß an Binnendifferenzierung.

4.1.6. Eigenverantwortliches und selbständiges Lernen

Zur Förderung des eigenverantwortlichen und selbständigen Lernens können die Schülerinnen und Schüler einen Teil der Unterrichtsinhalte mit einem Wochenplan erarbeiten. Vor- und nachbereitende Hausaufgaben dienen demselben Zweck und werden sparsam aufgegeben.

4.1.7. Außerschulische Lernorte

Zur Veranschaulichung der Unterrichtsinhalte und zur Heranführung an die sie umgebenden Lebenswelten suchen die Schüler/innen so oft wie möglich außerschulische Lernorte in Buch sowie im näheren und weiteren Umkreis in Form von Unterrichtsgängen, Wandertagen und Exkursionen auf.

4.2. Besondere Unterrichtsinhalte (Profilierungen)

Es gelten für die Unterrichtsinhalte die Berliner Rahmenpläne für die Grundschule.

Darüber hinaus ergibt sich die Profilierung der Schule aus drei Komponenten:

a) der evangelischen Ausrichtung der Schule

b) den Bucher Standortfaktoren mit den Schwerpunkten Natur, Wissenschaft und Gesundheit

c) Musik, Kunst, Handwerk und Handarbeit.

Die Ausprägung der möglichen Profile erfolgt im Zuge der Entwicklung des Schulprogramms.

4.2.1.Das Evangelische Profil

4.2.1.1.          Evangelischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach

Der evangelische Religionsunterricht gehört zum Fächerkanon der Schule. Die Teilnahme ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich. Der Religionsunterricht wird aus evangelischer Perspektive angeboten, d.h. dass die Lehrkraft der Evangelischen Kirche angehört. Sie hat hier ihre religiöse Heimat und ist deshalb über das evangelische Christentum besonders auskunftsfähig und befragbar. Für die Schülerinnen und Schüler gilt diese verpflichtende konfessionelle Bindung nicht. Sie bringen ihre eigenen Perspektiven, Erfahrungen und Fragen zum Thema Religion und ihre eigene Konfession in das Fach ein.

So wird der Religionsunterricht im besten Fall zu einem Ort ernsthaften Fragens und echten Gefragt-Werdens, wo jede/r die eigenen Antworten geben und sich in der Auseinandersetzung mit den Antworten der Mitschülerinnen und Mitschüler, der Lehrkräfte und den Überlieferungen früherer Generationen in Sachen Religion und religiösem Handeln selbst orientieren kann.

Die Religionspädagogik stellt sich auf die altersmäßigen Spezifika der Kinder ein. In Zielen und Inhalten, Methodik und Didaktik folgt der Unterricht dem Rahmenplan der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. (siehe à www.ekbo.de/Dateien/Rahmenplan2007.pdf )

Der Religionsunterricht kooperiert mit anderen Fächern in fachübergreifenden Projekten. Er nutzt die Vielzahl religiöser, kultureller und historischer Orte und die Vielfalt religiöser Gemeinschaften in Berlin und Brandenburg zum Lernen aus der persönlichen Begegnung und an außerschulischen Lernorten.

4.2.1.2.          Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden

Die Evangelische Grundschule sucht und pflegt die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden. An erster Stelle steht dabei die Bucher evangelische Kirchengemeinde. Die Schlosskirche soll für die Schülerinnen und Schüler durch Schulgottesdienste, Feste und gemeinsame Projekte mit der Gemeinde zu einem vertrauten liturgischen Ort werden. Eine Kooperation mit der Gemeindepädagogik bietet sich dabei ebenso an wie mit der Kantorei, die zur musischen Profilierung beitragen kann. Eine besondere Verbindung streben wir mit den sehr engagierten Senior/innen der Gemeinde an. Sie können sich mit ihrem reichen Erfahrungsschatz einbringen und als Lesepaten sowohl vorlesen als auch beim Lesen üben helfen, so dass in der Schule das Generationenverbindende Lernen zuhause sein wird.

Zu den ev. Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen in den Nachbarorten Karow, Blankenburg, Schönerlinde, Zepernick, Schwanebeck und Lindenberg werden Kontakte aufgebaut.

Zur Bucher katholischen Kirchengemeinde Mater Dolorosa besteht schon räumlich eine große Nähe. In der Zusammenarbeit mit dieser Gemeinde sollen die Schüler/innen die Bereicherung und Horizonterweiterung durch gelebte Ökumene beispielsweise beim ökumenischen Sankt-Martins-Umzug im November, bei der katholischen Sternsinger-Aktion im Januar und den evangelischen Kinderbibeltagen im Februar erfahren.

In Unterrichtsgängen, auf Wandertagen und in Projekten werden die Kirchengebäude als Kunstdenkmale, steinerne Zeugen der Geschichte und Zuhause der heute lebendigen Gemeinden erkundet.

4.2.1.3.          Diakonische Bildung – gerechte Teilhabe und Befähigung

Der diakonische Auftrag schulischer Bildung besteht zunächst darin, herkunfts-bedingte Unterschiede und Benachteiligungen auszugleichen. Diakonische Bildung zielt jedoch weit über die Herstellung von formaler Chancengleichheit hinaus. Sie fragt nach dem eigenen Selbstverständnis, befördert die ethische Urteilsfähigkeit und motiviert zur Übernahme von Verantwortung.

Das bedeutet:

a) Schülerinnen und Schüler üben, sich beziehungsfähig, problemlösungsorientiert und sozial kompetent zu verhalten, z. B. als ausgebildete Streitschlichter,

b) sie lernen, sich für Benachteiligte in nah und fern einzusetzen, z.B. bei einem Tag für Afrika,

c) ihre Fähigkeit wird gestärkt, sich aktiv und flexibel mit widrigen Umständen auseinanderzusetzen, z.B. durch ein Anti-Mobbing-Projekt,

d) sie haben Freude an der Mitgestaltung ihres (schulischen) Umfeldes und üben Verantwortung ein, z. B. als Schülersprecher/innen und Teilnehmer/innen an Umweltprojekten,

e) und pflegen die Zusammenarbeit mit ortsnahen Trägern der Wohlfahrtspflege (z.B. Senioren- und Pflegeeinrichtungen).

4.2.2. Wissenschaft und Gesundheit

Die Schülerinnen und Schüler sollen über die im Fachunterricht zu vermittelnde naturwissenschaftliche Grundbildung hinaus die besondere Lebenswelt naturwissenschaftlichen Forschens entdecken. Sie lernen Forscherpersönlichkeiten kennen und erleben damit auch – auf dem Hintergrund der christlichen Ethik - die Fragen und die Problematik des Menschen, der als Forscher naturwissenschaftliche Fragen stellt. Partner sind die im Umfeld unserer Schule existierenden wissenschaftlichen und medizinischen Institutionen sowie Firmen und Bildungseinrichtungen, die der Gesundheit des Menschen verpflichtet sind. Bei allen Themen, die für die Entwicklung naturwissenschaftlichen Denkens relevant sind, wie z.B. gesunder Ernährung, Körperwahrnehmung, Biologie und Experimentierkursen streben wir eine Zusammenarbeit mit dem Gläsernen Labor auf dem Campus Buch, dem Helios Klinikum und der Akademie der Gesundheit an. Alle diesbezüglichen Unterrichtsinhalte werden möglichst durch Kooperationen mit den Instituten untersetzt. Entsprechende Kooperationsverträge werden vereinbart. Organisatorisch stehen dafür u. a. Stunden des Offenen Lernens zur Verfügung.

4.2.3. Natur, Musik, Kunst und Handarbeit

Künstlerisch-kreative und handwerklich-praktische Fähigkeiten werden sowohl im Fachunterricht, in den Stunden zur Schwerpunktbildung (Kl. 5 + 6) als auch im Rahmen des Offenen Lernens vermittelt: Nähen, Sticken, Häkeln, Stricken, Holz- und Steinbearbeitung, Töpfern, bildnerisches Gestalten und Gartenarbeit werden sowohl im Unterricht als auch im Freizeitbereich mit Unterstützung ehrenamtlicher Kräfte aus dem Umfeld sowie in Kooperationen, z. B. mit dem Künstlerhof angeboten.

Verschiedene Unterrichtseinheiten finden in der Natur statt. In Zusammenarbeit mit dem Bucher Forst und der Waldschule Buch werden in verschiedenen Projekten ökologisches Denken, Respekt und Achtung vor der Natur sowie Nachhaltigkeit vermittelt.

Die musische Bildung soll in Zusammenarbeit mit der örtlichen Musikschule sowie der Kantorei der Evangelischen Kirchengemeinde gestaltet werden. D.h. der/die Kantor/in kann die Schulchorarbeit der Evangelischen Schule leiten und ein kleines Instrumentalensemble aufbauen. Diese Gruppen gestalten jährlich drei musikalische Höhepunkte im Gemeindeleben mit.

4.2.4. Sprachen

Als besondere Profilierung in diesem Bereich wird Frühenglisch in Klasse 1 und 2 unterrichtet.

Darüber hinaus wird Polnisch fakultativ als Begegnungssprache in Klasse 3 und 4 angeboten und kann bei Interesse als zweite Fremdsprache bis zur 6. Klasse fortgeführt werden. Unser Anliegen ist dabei, die Kinder frühzeitig für unser nächstgelegenes Nachbarland und die Menschen mit ihrer Sprache, Kultur, Lebensart und Geschichte zu interessieren. So kann den Kindern die europäische Einigung frühzeitig nahe gebracht und erlebbar gemacht werden.

5. Ergänzende Betreuung und Förderung

5.1. Einleitung

Die Angebote der Ergänzenden Betreuung und Förderung ordnen sich in das Gesamtkonzept der Schule ein. (vgl. die Aussagen in Punkt 2. Leitgedanken) Lehrkräfte und Mitarbeitende in der Ergänzenden Betreuung und Förderung stimmen sich über die Inhalte und Methoden ihrer Arbeit ab. Die Arbeit erfolgt unter Einbeziehung aller gegebenen Möglichkeiten aus den Kirchengemeinden, Institutionen und Einrichtungen der Umgebung sowie der Elternschaft.

5.2. Rahmenbedingungen

Die Angebote richten sich an alle Kinder von der 1. bis zur 6.Klasse. In den Ferien ist der Bereich in der Regel geöffnet. Schließzeiten und verkürzte Öffnungszeiten werden zu Beginn des Schuljahres verbindlich festgelegt und bekannt gegeben.

(Öffnungszeiten s. Punkt 3.3. Schulorganisatorische Rahmenbedingungen)

5.3. Pädagogische Inhalte

5.3.1. Feste Bezugserzieher/innen

Alle Schülerinnen und Schüler aus einer Klasse haben ihre/n feste/n Bezugserzieher/in. Diese/r arbeitet mit dem/der Klassenleiter/in eng zusammen.

In der Schulanfangsphase ist sie/er im Rahmen der VHG (verlässlichen Halbtagsgrundschule) stundenweise in die pädagogische Arbeit am Vormittag eingebunden. Er /sie kann Ausflüge und Klassenfahrten, Projekte mitgestalten und an Elternabenden teilnehmen. Dadurch haben Kinder und Eltern eine feste zweite Bezugsperson in der Schule.

5.3.2. Hausaufgabenzeit

Für die Erledigung der Hausaufgaben steht den Kindern Zeit, Raum und pädagogische Begleitung zur Verfügung.

5.3.3. Gesunde Ernährung

Die Schülerinnen und Schüler werden bewusst zur gesunden Ernährung angehalten, (z.B. gemeinsame Zubereitung der Vespermahlzeit mit Rohkost, Müsli, Obstquark)

5.3.4. Angebote und Freispiel

Die Erzieher/innen bereiten verschiedene Angebote vor, z.B.: kreatives Basteln, Spiele in Gruppen, Bewegungsspiele, Fußball, Geschichten hören und erzählen, Walderkundung, Kochen. Nach einer kurzen Zeit zum Sammeln entscheiden sich die Kinder am Tag selbst für eines der Angebote. Aus organisatorischen und Betreuungsgründen wird die Teilnehmerzahl für jedes Angebot entsprechend begrenzt. Daneben gibt es ständig verschiedene Möglichkeiten im Freien zu spielen (Schulhof) und zum freien Spiel innerhalb der Schulräume.

5.3.5 Arbeitsgemeinschaften (AGs)

Um die ganzheitliche Entwicklung zu unterstützen werden für alle Kinder verschiedene AGs angeboten, in denen sie ihre eigenen Interessen einbringen und weiterentwickeln können. Zur Teilnahme an einer AG melden sich die Kinder an, so dass eine feste Teilnehmergruppe entsteht, die kontinuierlich über einen festgelegten Zeitraum (z.B. Halbjahr) zusammen arbeitet. Feste AGs sollen sein:

5.3.5.1 Darstellendes Spiel

Die AG vereint Elemente des Rollenspiels, der Pantomime, des Tanzes, des Schauspiels und der Akrobatik mit Mitteln wie Körper, Stimme, Raum, Requisiten, Kostüm, Bühnenbild und Licht. Die Themenfindung soll sich an den Interessen der Kinder, an der Jahreszeit oder an biblischen und kirchlichen Inhalten orientieren.

5.3.5.2 Handarbeiten & Handwerken

Bei kindgerechten, handwerklichen Arbeiten (z.B. Vogelhäuschen bauen und aufstellen) werden die Schülerinnen und Schüler von Gemeindemitgliedern angeleitet und unterstützt, ebenso beim Handarbeiten (z.B.: Sticken, Häkeln, Nähen) und Basteln mit verschiedenen Materialien. Die Kinder lernen sowohl traditionelle Methoden als auch neue, moderne Arbeitsweisen und Materialien kennen.

5.3.5.3 Chor

Ergänzt wird das Angebot durch einen Chor, der auch an christlichen Festen in den Gemeinden teilnehmen soll.

5.3.5.4. Weitere AGs

Weitere Arbeitsgemeinschaften werden in Abhängigkeit von den Talenten und Neigungen der Erzieher/innen sowie der ehrenamtlichen Helfer angeboten.

6. Die Elternarbeit

Die Eltern gehören im Sinne der Leitgedanken (vgl. die Aussagen zu Punkt 2.) zur Schulgemeinschaft dazu.

6.1. Erziehungspartnerschaft von Elternhaus und Schule

In der Erziehung der Schülerinnen und Schüler sehen sich Elternhaus und Schule als Partner. Erziehung ist in erster Linie Aufgabe der Eltern. Die Schule wirkt dabei unterstützend und fördernd mit.. Zum Informationsaustausch über die gemeinsamen Erziehungsziele und –stile werden regelmäßige Gespräche zwischen den Eltern, Lehrer/innen und den Erzieher/innen fest verabredet. Schülerinnen und Schüler können an den Gesprächen teilnehmen. Diese Gespräche sollen nach einer festen Struktur geführt werden. Sie finden in den beiden ersten Schuljahren halbjährlich, danach einmal jährlich sowie bei Bedarf statt. Dabei sollen wechselseitige Wertschätzung, Kritik und Beratung von beiden Seiten in ausgewogenem Verhältnis stehen mit dem Ziel, gemeinsame Absprachen für den pädagogischen Alltag an der Schule zu entwickeln.

Grundsätzlich verantworten die Lehrerinnen und Lehrer die Gestaltung des Unterrichtes und die Erzieherinnen und Erzieher die Gestaltung des Freizeitbereichs.

6.2. Mitwirkung der Eltern und Schülerinnen und Schüler in der Schule

Eltern sowie Schülerinnen und Schüler nehmen demokratische Mitwirkungs- und Beteiligungsformen durch die Wahl von Elternvertretern und die Mitarbeit in den schulischen Gremien (u.a. Elternvertretung, Schulkonferenz) wahr. Dabei sind die jeweiligen Bestimmungen im Teil IV des KSchulG maßgebend. Vorstellbar ist darüber hinaus, Klassenräte einzurichten und Klassensprecher und Klassensprecherinnen schon ab Klasse 3 zu wählen.

6.3. Engagement der Eltern für die Schule

Wir wünschen uns, dass alle Eltern Mitglieder im Schulverein werden und sich für die Mitgestaltung von Festen, Projekten, Ausflügen engagieren.

Sie sind eingeladen, sich mit ihren besonderen Fähigkeiten, Begabungen und Berufen in das Schulleben einzubringen.